Rückblick Semesterfinal Wintersemester 2025 / 26
Zukunft gestalten: Projekte, Perspektiven und ein Wochenende voller Energie
Das Semesterfinale im Master ZukunftsDesign ist jedes Mal der Moment, in dem aus Ideen echte Zukunft wird. Im Wintersemester 25/26 haben die Studierenden über Monate hinweg intensiv an ihren Projekten gearbeitet, recherchiert, getestet, diskutiert und ihre Konzepte Schritt für Schritt weiterentwickelt – immer mit Blick auf reale Herausforderungen und praxisnahe Lösungen.
Das Finale selbst war eingebettet in ein abwechslungsreiches Programm: Am Donnerstag stand noch einmal die gemeinsame Projektarbeit im Fokus, bevor der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen in der Bastion Marie auf der Festung Kronach in besonderer Atmosphäre ausklang. Der Freitag wurde zum Workshoptag – mit frischen Impulsen, neuen Methoden und dem letzten Feinschliff an den Projekten. Am Samstag folgte schließlich der Höhepunkt: die Abschlusspräsentationen vor einer fachkundigen Jury und einem interessierten Publikum.
Insgesamt wurden sechs beeindruckende Projekte vorgestellt – vielfältig in ihren Themen, mutig in ihren Ansätzen und stark in ihrer Umsetzung. Das Semesterfinale zeigte einmal mehr, was ZukunftsDesign ausmacht: interdisziplinäres Denken, Teamarbeit, kreative Lösungswege und der Anspruch, Zukunft nicht nur zu diskutieren, sondern aktiv zu gestalten.
Ein Wochenende voller Inspiration, Austausch und der Beweis, wie viel Innovationskraft in einem einzigen Semester stecken kann.
Donnerstag: Endspurt, Feinschliff und kreative Energie
Der Donnerstag markierte den Start in die intensive Schlussphase: Die sechs Projektgruppen nutzten den Tag, um mit voller Konzentration an ihren Abschlusspräsentationen zu arbeiten. Konzepte wurden geschärft, Inhalte finalisiert, Visuals gebaut, Videos geschnitten und Prototypen auf den letzten Stand gebracht. Überall wurde diskutiert, ausprobiert und optimiert – mit dem klaren Ziel, am Samstag ein starkes Finale auf die Bühne zu bringen.
Und trotzdem blieb auch Platz für das, was ZukunftsDesign genauso ausmacht: Teamspirit und kreative Freiheit. Zwischendurch wurde nicht nur getüftelt, sondern auch gelacht, improvisiert – und ja: es wurde sogar gesungen und gerappt. Spätestens da war klar: Hier entsteht nicht einfach eine Präsentation, hier entsteht echte Energie.
Gemeinsamer Ausklang: Abendessen auf der Bastion Marie
Nach dem intensiven Arbeitstag ging es am Donnerstagabend gemeinsam hoch hinaus: Beim Abendessen in der Bastion Marie auf der Veste konnten alle kurz durchatmen, den Kopf freibekommen und neue Energie tanken. In besonderer Atmosphäre wurde gegessen, gelacht und natürlich weiter über Ideen gesprochen!
Die Projekte im Wintersemester:
- Zukunft Holz – Transformation einer Holzregion
Das Projekt zeigt, wie sich die Holzregion Kronach strategisch, nachhaltig und zukunftsfähig weiterentwickeln kann. - Hauswirtschaft 2.0
Hauswirtschaft wird neu gedacht – als modernes, attraktives und gesellschaftlich relevantes Berufsfeld mit Zukunft. - Neubürger willkommen
Das Projekt entwickelt konkrete Ansätze, wie Neubürger*innen in Stadt und Landkreis Coburg besser ankommen, mitmachen und bleiben. - Demenz in der Stadtgesellschaft
Es entstehen Konzepte, wie Städte demenzsensibler werden und Teilhabe für Betroffene im Alltag ermöglichen können. - Pedal CoWo
Ein innovatives Co-Working- und Mobilitätskonzept verbindet Arbeit, Nachhaltigkeit und soziale Integration auf neue Weise. - Future Bricks
Das Projekt entwickelt einen spielerisch-kreativen Ansatz zur Berufsorientierung, bei dem Jugendliche mithilfe von LEGO ihre Stärken, Werte und Zukunftsperspektiven sichtbar machen und reflektieren.
Freitag: Workshoptag am Semesterfinale!
Freitag vormittags hieß es: raus aus dem Alltag der Projektarbeit, rein ins gemeinsame Erleben, Lachen, ausprobieren, neue Perspektiven entdecken – und den Kopf mal richtig durchlüften. Am Nachmittag ging es dann wieder zurück in die Projektarbeit.
Workshops:
1. Teamdynamik (1. Semester): Stadtrallye durch Kronach: Codes knacken, Hinweise sammeln & Bösewichte jagen – nur als Team schafft ihr es ans Ziel!
2. Grenzerfahrungen & Resilienz (2. Semester): Kletterzentrum DAV Coburg: Grenzen testen, Vertrauen aufbauen & Resilienz erleben – wer traut sich bis nach oben?
3. Prototyping & Innovationskommunikation (3. Semester): Lasercutter & 3D-Druck live ausprobieren – Ideen zum Leben erwecken & kreativ werden!
4. Ethik, Werte & gesellschaftliche Verantwortung (4. Semester): Begehung der Humanistischen Grundschule Fürth + Vortrag & Fragerunde: Eintauchen in ein inspirierendes Schulkonzept voller Werte & gesellschaftlicher Impulse.
Samstag: Alumni-Ehrung und der große Präsentationstag
Der Samstag startete offiziell mit einer herzlichen Begrüßung durch Studiengangsleiter Prof. Dr. Christian Zagel. Gemeinsam mit Bernd Steger, dem stellvertretenden Landrat, hieß er die Anwesenden willkommen und leitete in das Programm über.
Direkt im Anschluss folgte ein besonderer Programmpunkt, der jedes Semesterfinale bereichert: die Ehrung unserer Alumni. Seit dem vergangenen Sommersemester haben folgende Absolventinnen und Absolventen den Master ZukunftsDesign erfolgreich abgeschlossen:
- Nadine Freitag
- Janine Hoffmann
- Isabel Kaufmann
- Christina Moser
- Kirstin Stülb
- Lea Ziegler
- Pedram Bolourani
- Daniela Herbrecher
- Moritz-Alexander Jäger
- Daniel Korn
- Sebastian Späth
Wir gratulieren herzlich zu diesem wichtigen Meilenstein! Ihr habt den Studiengang mit euren Ideen, eurem Engagement und eurem Gestaltungswillen geprägt und sichtbar mitgestaltet. Wir freuen uns sehr, euch weiterhin als Teil unseres ZukunftsDesign-Alumni-Netzwerks verbunden zu wissen – und sind gespannt, welche Wege ihr als Nächstes einschlagt.
Die sechs Semesterprojekte im Detail:
Im Anschluss begann die offizielle Präsentation der sechs Semesterprojekte. Die Studierenden präsentierten ihre innovativen Konzepte vor einer Jury, die sich aus Kommilitoninnen, Lehrenden sowie drei externen Jurorinnen zusammensetzte:
– Herr Hans Rebhan (Vorstand LCC Stiftung)
– Frau Katja Wich (Geschäftsleitung und Bürgermeisterkandidatin Markt Marktrodach)
– Frau Mientje Krüger (KRÜGER – Personal Headhunting, Kulmbach)
- Zukunft Holz – Transformation einer Holzregion
Wie erreicht man Menschen, die den Wald besitzen – aber kaum erreichbar sind? Mit dieser Frage beschäftigten sich Studierende des Masterstudiengangs ZukunftsDesign der Hochschule Coburg im Semesterprojekt „Zukunft Holz – Transformation einer Holzregion“. Im Mittelpunkt stand der Frankenwald, der durch Trockenheit, Stürme und Borkenkäferbefall besonders stark vom Klimawandel betroffen ist.
Der Waldumbau hin zu klimaresilienten Mischwäldern ist längst im Gange – doch eine zentrale Herausforderung bleibt: Ein großer Teil der Waldflächen befindet sich in privater Hand. Entscheidungen über Pflege, Nutzung und Aufforstung hängen hier nicht nur von Fachwissen ab, sondern auch von Emotionen, Biografie und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Genau diese Waldbesitzenden sind entscheidend für die Zukunft des Frankenwaldes – gleichzeitig aber schwer erreichbar.
In Zusammenarbeit mit dem Projekt „Zukunft Holz“ des Landkreises Kronach entwickelten die Studierenden daher keine klassische Kampagne, sondern einen neuartigen Kommunikationsansatz: eine Social-Media-Story rund um einen sogenannten „Waldfluencer“. Dabei soll eine Person öffentlich ausgewählt werden, die ein eigenes Waldstück erhält und dort – begleitet durch Expertinnen und Experten – ihre ersten Erfahrungen in der Waldbewirtschaftung sammelt. Authentisch, unterhaltsam und nah am Alltag.
Das Ziel: Den Waldwandel sichtbar machen, Hemmschwellen abbauen und Menschen über Geschichten statt über Fachsprache erreichen. Unsicherheiten, Fehler und Lernprozesse werden dabei ausdrücklich Teil des Formats – denn genau darin liegt die Identifikation für andere Waldbesitzende und Interessierte.
Ergänzt wird das Konzept durch weitere Ideen wie Social-Media-Clips, ein erzählerisches Magazinformat (#jungerwald) und analoge Begegnungsangebote. So entsteht eine Kommunikationsstrategie, die nicht nur informiert, sondern Verbindung schafft – zwischen Region, Waldbesitzenden und einer Gesellschaft, die den Wald dringend braucht.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie ZukunftsDesign komplexe Herausforderungen übersetzt: in Formate, die Menschen erreichen, zum Mitmachen einladen und Zukunft gestaltbar machen.
Mehr Infos inkl. ausführlichen Projektbericht unter https://www.zukunftsdesign.net/projekt-zukunft-holz/
- Hauswirtschaft 2.0
Hauswirtschaft ist überall – und doch als Beruf kaum sichtbar. Viele Menschen verbinden damit noch immer vor allem Kochen und Putzen. Dass dahinter ein anspruchsvolles Berufsfeld mit Managementaufgaben, Organisationstalent, Nachhaltigkeitskompetenz und gesellschaftlicher Verantwortung steckt, ist oft wenig bekannt.
Genau hier setzt das Projekt „Hauswirtschaft 2.0“ an, dass im Masterstudiengang ZukunftsDesign an der Hochschule Coburg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Bauernverband (BBV), Kreisverband Kronach, durchgeführt wurde. Ziel des Projekts war es, den unterschätzten Wert der Hauswirtschaft sichtbar zu machen und neue Wege zu entwickeln, wie das Berufsbild attraktiver kommuniziert werden kann – insbesondere für Jugendliche und Ausbildungsinteressierte. Initiiert wurde die Aufgabenstellung durch das Engagement der Landfrauen des BBV Kronach. Projektgeberin Marina Herr, Kreisbäuerin und selbst Hauswirtschafterin, setzt sich seit Jahren für mehr Anerkennung und Nachwuchsgewinnung in diesem Berufsfeld ein.
Im Projektverlauf beschäftigten sich die Studierenden intensiv mit den Strukturen und Herausforderungen des Berufsfeldes. Neben einer fundierten Recherche arbeiteten sie mit Szenariotechnik und entwickelten Zukunftsbilder für die Hauswirtschaft im Jahr 2040. Ergänzend wurde eine Online-Umfrage durchgeführt, an der 161 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse zeigten deutlich: Hauswirtschaft ist zwar vielen bekannt, wird aber kaum als professionelle Ausbildung wahrgenommen. Rund 60 Prozent der Befragten wussten nicht, dass Hauswirtschaft ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit Weiterbildungs- und Karrierewegen ist.
Besonders auffällig war die Kritik an der Berufsbezeichnung. Viele Befragte verknüpfen „Hauswirtschaft“ mit traditionellen Rollenbildern und unterschätzen dadurch die fachliche Komplexität des Berufs. Auf dieser Grundlage entwickelte das Projektteam ein umfassendes Kommunikationskonzept, das den Beruf neu rahmt: als modernes Alltags- und Versorgungsmanagement mit hoher gesellschaftlicher Relevanz.
Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist ein Rebranding-Vorschlag, der die Hauswirtschaft als international anschlussfähigen Zukunftsberuf positioniert. Im entwickelten Best-Case-Szenario trägt der Beruf die Titel „Home Economics Specialist“ und „Home Economics Master“ – als Ausdruck eines modernen, geschlechterneutralen und professionellen Selbstverständnisses. Hauswirtschaft wird darin als systemrelevanter Care-Beruf verstanden, der Lebensqualität schafft, Versorgung organisiert und Pflege- und Betreuungssysteme entlastet.
Neben strategischen Leitlinien entstanden konkrete Formate, um das Berufsbild niedrigschwellig erlebbar zu machen. Dazu gehören ein Brettspiel, das spielerisch Kompetenzen und Aufgabenfelder vermittelt, sowie ein Videospiel-Konzept, das Jugendliche dort abholt, wo sie sich häufig aufhalten: in digitalen Welten. Ergänzt wird dies durch einen Social-Media-Leitfaden mit klaren Kategorien, Vorlagen und einfachen Anleitungen, der regionale Akteurinnen und Akteure befähigen soll, den Beruf regelmäßig sichtbar zu machen.
Mit dem Projekt „Hauswirtschaft 2.0“ ist ein innovatives Beispiel entstanden, wie Designmethoden, Zukunftsdenken und Kommunikationsentwicklung dazu beitragen können, tradierte Bilder aufzubrechen und neue Perspektiven auf gesellschaftlich unverzichtbare Berufe zu schaffen. Hauswirtschaft wird damit nicht nur als Beruf neu erzählt – sondern als Kompetenzfeld, das unsere Gesellschaft im Alltag zusammenhält.
Mehr Infos inkl. ausführlichen Projektbericht unter https://www.zukunftsdesign.net/projekt-hauswirtschaft-2-0/
- Neubürger willkommen
Jedes Jahr ziehen rund 8.000 Menschen in die Region Coburg – doch Ankommen bedeutet mehr als eine neue Adresse. Wie Zugehörigkeit entsteht und wie die Region Neubürger:innen besser unterstützen kann, war Thema eines Semesterprojekts im Masterstudiengang ZukunftsDesign der Hochschule Coburg. Projektpartner war das Regionalmanagement der Coburg Stadt und Land aktiv GmbH.
Ausgangspunkt war das bestehende Projekt „COmm zusammen – Neubürger in der Region Coburg“. Die Studierenden analysierten die bisherigen Angebote und identifizierten zentrale Herausforderungen: schwankende Teilnahmezahlen, eine begrenzte Zielgruppenansprache sowie fehlende systematische Rückmeldestrukturen. Dabei wurde deutlich, dass nicht einzelne Veranstaltungen das Problem sind – sondern die fehlende Verzahnung von Kommunikation, Akteuren und Andockmöglichkeiten.
Auf Basis von Personas, einer Neubürger-Journey und einem interaktiven Stakeholder-Event entwickelte die Projektgruppe ein neues Gesamtkonzept unter dem Motto „NEU & NEUgierig – Ankommen. Entdecken. Mitmachen.“. Herzstück ist eine Kommunikationsarchitektur, die den Willkommensprozess klar strukturiert – vom ersten Kontakt über Orientierung bis hin zur langfristigen Integration.
Ergänzend wurden neue Angebotsformate entwickelt, die niedrigschwellig Begegnung ermöglichen: Coburg Moves, Coburg Cooks, Coburg Jams sowie das Buddy-Programm Coburg Buddies. Auch ein spielerisches Element wurde integriert: Das bestehende Coburg-Quartett wurde als Freizeitquartett Coburg weitergedacht und motiviert Neubürger:innen, die Region aktiv zu entdecken und Kontakte zu knüpfen.
Das Projekt zeigt, wie Willkommenskultur gezielt gestaltet werden kann – nicht als Einzelmaßnahme, sondern als systemischer Prozess, der Orientierung gibt, soziale Verbindung schafft und die Region Coburg als Lebens- und Arbeitsort nachhaltig stärkt.
Mehr Infos inkl. ausführlichen Projektbericht unter https://www.zukunftsdesign.net/projekt-neubuerger-willkommen/
- Demenz in der Stadtgesellschaft
Demenz betrifft immer mehr Menschen – und damit auch Städte wie Bamberg. Im Projekt Demenz in der Stadtgesellschaft haben Studierende des Masterstudiengangs ZukunftsDesign gemeinsam mit der Stadt Bamberg untersucht, wie der öffentliche Raum so gestaltet werden kann, dass Menschen mit Demenz selbstverständlich Teil des städtischen Lebens bleiben.
Ausgangspunkt war das Bamberger Smart-City-Vorhaben „Unterstützung für Menschen mit Demenz“, das unter anderem technologische Lösungen wie Geofencing nutzt, um Sicherheit und Bewegungsfreiheit zu verbinden. Schnell wurde jedoch deutlich: Technik allein reicht nicht aus. Fehlendes Wissen und Unsicherheit im Umgang mit der Erkrankung führen im Alltag häufig zu Missverständnissen – mit belastenden Folgen für Betroffene, Angehörige und das soziale Umfeld.
Das Projektteam nahm daher gezielt die Bamberger Stadtgesellschaft in den Blick. Ziel war es, Verständnis, Sensibilität und Handlungssicherheit im öffentlichen Raum zu stärken. Als Ergebnis entstand das Konzept „RememberUs“ – ein niedrigschwelliger Ansatz zur Aufklärung und Sensibilisierung, der Menschen dazu befähigt, Demenz besser zu erkennen, angemessen zu reagieren und unterstützend zu handeln.
RememberUs ergänzt bestehende Smart-City-Maßnahmen der Stadt Bamberg um eine soziale und menschliche Dimension. Das Projekt zeigt, wie Kommunen durch Aufklärung, Empathie und gemeinsames Verantwortungsbewusstsein zu Orten werden können, in denen auch Menschen mit Demenz sicher, respektiert und selbstbestimmt leben können.
Mit dieser starken Idee konnte RememberUs im Wintersemester außerdem den ZD Award gewinnen – herzlichen Glückwunsch an das Projektteam zu dieser großartigen Leistung! 🏆👏
Mehr Infos inkl. ausführlichen Projektbericht unter https://www.zukunftsdesign.net/projekt-demenz-in-der-stadtgesellschaft/
- Pedal CoWo
Ein Coworking-Space, der einfach dorthin fährt, wo er gebraucht wird: Mit dem „Pedal CoWo“ haben Studierende des Masterstudiengangs ZukunftsDesign einen mobilen Arbeits- und Begegnungsraum weitergedacht. Der per Fahrradanhänger transportierbare CoWo-Hub ist autark ausgestattet mit Solardach, Energiespeicher, Beleuchtung und WLAN – und macht Arbeiten, Lernen und Austausch im öffentlichen Raum möglich.
Der bestehende Pedal CoWo wurde dem Projektteam vom Projektpartner Werk ISI zur gezielten Weiterentwicklung bereitgestellt. In dieser Zusammenarbeit untersuchten die Studierenden neue Einsatzorte, Nutzungsszenarien und Zukunftspotenziale des mobilen Raums – vom Campus über Unternehmensgelände bis hin zu Messen und Parks.
Statt eine rein technische Optimierung in den Vordergrund zu stellen, entwickelten die Studierenden mit „Failing CoWo?“ ein spielerisches Spielformat, das typische Schwächen mobiler Arbeitsräume sichtbar macht und gezielt zur Diskussion stellt. Das Kartenspiel verbindet Kritik mit Innovationsimpulsen und lädt dazu ein, bestehende Konzepte weiterzudenken.
Das Projekt zeigt, wie durch die enge Zusammenarbeit von Hochschule und Praxis nachhaltige, mobile Arbeitsräume weiterentwickelt werden können – und wie spielerische Formate neue Perspektiven auf die Arbeitswelt von morgen eröffnen.
Mehr Infos inkl. ausführlichen Projektbericht unter https://www.zukunftsdesign.net/projekt-pedal-cowo/
- Future Bricks
Was kann ich gut? Was ist mir wichtig? Und wie könnte meine Zukunft aussehen?
Mit dem Projekt Future Bricks haben Studierende des Masterstudiengangs Zukunftsdesign einen neuen, spielerisch-kreativen Ansatz zur Berufsorientierung entwickelt, der Jugendlichen hilft, genau diese Fragen greifbar zu beantworten.
Im Zentrum des Konzepts steht das Arbeiten mit LEGO: Jugendliche bauen Modelle, die ihre Stärken, Werte und Zukunftsvorstellungen sichtbar machen. Abstrakte Themen wie Motivation, Interessen oder berufliche Perspektiven werden so konkret, emotional erfahrbar und leichter reflektierbar. Begleitet durch moderierte Gespräche entstehen neue Einsichten in persönliche Fähigkeiten und mögliche Bildungs- und Berufswege. Ausgangspunkt des Projekts war die Beobachtung, dass viele Jugendliche kurz vor dem Schulabschluss orientierungslos sind, während Lehrkräfte zugleich nach wirksamen, niedrigschwelligen Methoden der Berufsorientierung suchen. Future Bricks setzt genau hier an und verbindet Selbstreflexion, Kreativität und Entscheidungsfindung in einem handlungsorientierten Format.
Das Ergebnis ist ein übertragbares Konzept, das Schulen und Bildungseinrichtungen dabei unterstützt, Berufsorientierung neu zu denken – nicht als reine Informationsvermittlung, sondern als persönlichen Prozess der Zukunftsgestaltung. Future Bricks zeigt, wie spielerisches Gestalten jungen Menschen Orientierung, Motivation und Klarheit für ihren nächsten Schritt geben kann.
Mehr Infos inkl. ausführlichen Projektbericht unter https://www.zukunftsdesign.net/futur-bricks/
Fazit: Drei Tage voller Ideen, Teamspirit und echter Zukunftslust
Das Semesterfinale im Wintersemester 25/26 im Master ZukunftsDesign hat eindrucksvoll gezeigt, was passiert, wenn kreative Köpfe, unterschiedliche Perspektiven und echte gesellschaftliche Fragestellungen aufeinandertreffen: Es entstehen Projekte, die nicht nur spannend klingen – sondern wirklich etwas bewegen können.
Sechs Teams präsentierten ihre Ergebnisse mit Leidenschaft, Professionalität und Mut zur Innovation. Hinter jeder Präsentation steckten Wochen voller Diskussionen, Prototyping, Verwerfen, Neu-Denken und Weiterentwickeln – und genau diese Energie war am Final-Wochenende überall spürbar: konzentriert, lebendig, manchmal chaotisch, aber immer mit einem klaren Ziel vor Augen.
Ob Workshop-Impulse, letzte Nachtschichten oder starke Bühnenmomente am Samstag: Dieses Semesterfinale war nicht nur ein Abschluss, sondern ein echtes Highlight – und ein Beweis dafür, wie viel Zukunft in einem einzigen Semester stecken kann.
Und jetzt? Jetzt geht’s weiter: Die Bewerbungsphase läuft!
Wer Lust hat, in interdisziplinären Teams an realen Herausforderungen zu arbeiten, Zukunft aktiv mitzugestalten und Teil einer besonderen Community zu werden, sollte sich jetzt bewerben.
👉 Mach mit – und bring deine Ideen ins nächste Semesterfinale.


















