Projekt: Pedal CoWo – dein mobiler Ort auf zwei Rädern

Projektpartner: Werkstatt für Integration und Soziale Innovationen WISI GmbH

Projektcoach: Monika Kröner

Projektgruppe: Nicole, Luisa Blasizzo, Martin Dinglinger, Steffen Göpfert, Negin Hajizadeh, Jan Hill, Ali Yücel Isik, Johanna Kunze, Annika Manger, Swetlana Tschulkow


Aufgabenstellung:

Stell dir einen mobilen Ort vor, der mit dir mitfährt – überall dort, wo du ihn gerade brauchst. Der Pedal CoWo macht genau das möglich: ein flexibler, transportabler Raum, der sich einfach per Fahrradanhänger bewegen lässt. Ausgestattet mit Solardach, Energiespeicher, Beleuchtung und WLAN, verwandelt er jeden Ort in einen nutzbaren CoWo-Hub – nachhaltig, clever und sofort einsatzbereit.

Bisherige Einsatzmöglichkeiten:
Der Pedal CoWo kann bei Messen und Kongressen als spontaner Besprechungsort dienen, auf Unternehmensgeländen Mitarbeitenden einen attraktiven Treffpunkt bieten und an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen als Lern- und Austauschort genutzt werden – mitten im Grünen oder direkt auf dem Campus.

Unsere Mission im Master Zukunftsdesign:
Wir bringen den Pedal CoWo auf die nächste Stufe, indem wir neue, spannende Anwendungsbereiche entdecken, alle notwendigen Funktionen definieren und das passende Material prüfen, damit der CoWo noch flexibler, leichter und robuster wird.

Warum wir das tun:
Der Pedal CoWo ist bereits ein smartes Basisprodukt. Unser Ziel ist es, ihn fit zu machen für alle Orte und Einsatzmöglichkeiten, die man sich vorstellen kann – vom Campus bis zum Firmengelände, vom Messestand bis zum Park. Ein Ort, der mitfährt, flexibel ist und richtig Spaß macht – und dabei nachhaltig Energie liefert.


 

Vorgehensweise und Projektergebnis:

Zu Beginn des Projekts analysierte die Projektgruppe den bestehenden Prototyp des Pedal CoWo im realen Nutzungskontext. Durch Probesitzen, Beobachtungen im Studienalltag, Gespräche mit Kommiliton:innen sowie Feedbackformate wie ein World Café wurden Stärken, Schwachstellen und Nutzungspotenziale systematisch erfasst. Parallel dazu beschäftigte sich das Team mit gesellschaftlichen, räumlichen und arbeitskulturellen Fragestellungen rund um mobiles Arbeiten, Nachhaltigkeit und neue Formen von Begegnungsräumen.

Methodisch orientierte sich die Projektarbeit am Design-Thinking- und Double-Diamond-Prozess. Mithilfe von Personas, Empathy Maps, Use Cases, SWOT-Analysen sowie Markt- und Geschäftsmodellbetrachtungen (u. a. Business Model Canvas, Value Proposition) wurden relevante Zielgruppen, Anwendungsszenarien und strategische Entwicklungsfelder identifiziert. Die Arbeit erfolgte überwiegend kollaborativ und digital, insbesondere über ein gemeinsames Miro-Board, ergänzt durch regelmäßige Reflexions- und Feedbackrunden im Team.

Im weiteren Projektverlauf verlagerte sich der Fokus bewusst von der klassischen Weiterentwicklung des Prototyps hin zu einer kritischen Auseinandersetzung mit bestehenden Mängeln. Fragen der Stabilität, Sicherheit, Ergonomie, Mobilität und Nutzerfreundlichkeit traten dabei in den Vordergrund. Aus dieser Analyse entstand die Idee, Schwachstellen nicht zu kaschieren, sondern sichtbar und produktiv zu machen.

Als zentrales Projektergebnis entwickelte die Gruppe das Kartenspiel „Failing CoWo?“ – ein spielerisches Reflexions- und Innovationswerkzeug. Das Set besteht aus Problem- und Lösungskarten, die typische Herausforderungen des Pedal CoWo (z. B. Kippgefahr, Komfortmängel oder Sicherheitsrisiken) überspitzt darstellen und ihnen konkrete, zukunftsorientierte Lösungsansätze gegenüberstellen. Jede Karte bewertet die Ideen in den Kategorien Stabilität, Mobilität, Komfort und Innovation. Unterschiedliche Spielvarianten – etwa Supertrumpf, Quartett oder Memory – ermöglichen einen niederschwelligen, dialogorientierten Zugang.

Mit „Failing CoWo?“ entstand ein übertragbares Transferformat, das über den konkreten Projektkontext hinaus einsetzbar ist – etwa in Start-ups, Innovations- und Design-Thinking-Workshops oder in der Stadt- und Organisationsentwicklung. Das Ergebnis zeigt, wie kritische Analyse, Humor und spielerisches Denken zusammenwirken können, um komplexe Fragestellungen zugänglich zu machen und neue Perspektiven auf zukünftige Arbeits- und Begegnungsräume zu eröffnen.

Projektbericht:

 

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