Projekt Future Bricks
Projektpatner: Dimitri Bornikow
Projektcoach: Sandra Romeis
Projektgruppe: Dimitri Bornikow, Kerstin Ciensky, Alexander Dolmann, Pinar Dolman, Lukas Hackl, Franziska Lebrenz, Lea Maaske, Simge Moustafa, Isabell Scharnagel, Alexander Schmidt, Marco Schoeppe, Maria Schüler, David Smit und Melissa Witzk
Aufgabenstellung:
Immer mehr Jugendliche stehen kurz vor ihrem Schulabschluss ohne ein klares Bild ihrer eigenen Stärken, Interessen und Zukunftsmöglichkeiten. Orientierungslosigkeit, Überforderung und mangelnde Motivation führen dazu, dass wichtige Entscheidungen zur Ausbildungs- oder Studienwahl aufgeschoben werden. Gleichzeitig stoßen Berufsorientierungslehrkräfte an ihre Grenzen – passende, niedrigschwellige und zugleich wirksame Methoden fehlen.
Hier setzt das Projekt an: Die Teilnehmenden entwickeln mithilfe von LEGO-Modellen ein sichtbares, greifbares und spielerisch-kreatives Abbild ihrer persönlichen Stärken, Werte und Lebensziele. Abstrakte Themen wie Motivation, Interessen oder berufliche Perspektiven werden durch das Bauen konkret und emotional erfahrbar. Durch moderierte Reflexion erkennen die Jugendlichen, was sie auszeichnet und welche beruflichen Wege zu ihnen passen könnten.
Das Projekt beleuchtet die Herausforderungen der Berufswahl aus unterschiedlichen Perspektiven – pädagogisch, psychologisch, gesellschaftlich und methodisch – und schafft Raum für neue Ansätze der Berufsorientierung. Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, das Jugendlichen Orientierung gibt, ihre Entscheidungsfähigkeit stärkt und Lehrkräfte entlastet. So entsteht ein innovativer, handlungsorientierter Ansatz, der Schüler:innen dort abholt, wo sie stehen: im Bedürfnis nach Klarheit, Motivation und einem spielerisch leichten Zugang zu Zukunftsfragen.
Vorgehensweise und Projektergebnis:
Im Projekt Future Bricks wurde Berufsorientierung konsequent als Entwicklungsprozess gedacht – von der ersten Selbstreflexion bis hin zur konkreten Entscheidungsfindung. Ausgangspunkt war eine fundierte Analyse der Herausforderungen schulischer Berufsorientierung sowie relevanter Stakeholder. Darauf aufbauend entwickelte das interdisziplinäre Projektteam ein methodisch vielfältiges, praxisnahes Gesamtkonzept.
Die Projektarbeit folgte einem strukturierten, iterativen Vorgehen: Nach einer gemeinsamen Visions- und Zielklärung wurden unterschiedliche methodische Ansätze parallel in Untergruppen ausgearbeitet und später zusammengeführt. Zentrale Methoden wie LEGO® Serious Play, das IKIGAI-Modell, Gamification-Elemente und praxisorientierte Erprobungsformate bildeten dabei das methodische Rückgrat. Durch regelmäßige Reflexionsschleifen, Feedbackformate und eine bewusste Rollen- und Prozessgestaltung innerhalb des großen Projektteams entstand schrittweise ein kohärentes Gesamtnarrativ.
Als Projektergebnis wurden zwei miteinander kombinierbare Konzepte entwickelt:
Die BricksBox ist ein modularer Material- und Methodenkoffer für Schulen. Sie begleitet Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse bis zum Schulabschluss und ermöglicht jährlich wiederkehrende, aufeinander aufbauende Reflexions- und Orientierungstage. Mithilfe kreativer Bauaufgaben, moderierter Reflexion und altersgerechter Arbeitsmaterialien setzen sich Jugendliche kontinuierlich mit ihren Stärken, Interessen, Werten und Zukunftsvorstellungen auseinander. Lehrkräfte erhalten ein sofort einsetzbares, niedrigschwelliges Konzept, das ohne großen Vorbereitungsaufwand in den Schulalltag integriert werden kann.
Ergänzend dazu entstand das Future Bricks Pop-Up-Hub als buchbares, extern durchgeführtes Berufsorientierungsformat. In modular aufgebauten Aktionstagen erleben Schülerinnen und Schüler Selbstreflexion, praktische Berufsfelderkundung und Alltagskompetenztraining in einem ganzheitlichen Setting. Die Module „Wer bin ich?“, „Was kann ich?“ und der „Überlebenstag“ verbinden persönliche Standortbestimmung mit konkretem Ausprobieren und stärken sowohl Zukunfts- als auch Selbstwirksamkeitskompetenzen.
Beide Konzepte verfolgen ein gemeinsames Ziel: Berufsorientierung weg von reiner Informationsvermittlung hin zu einem persönlichen, handlungsorientierten Zukunftsdesign zu entwickeln. Future Bricks zeigt, wie Jugendliche ihre Zukunft nicht nur auswählen, sondern aktiv gestalten können – spielerisch, reflektiert und praxisnah.
